Hundertjahrfeier zu Bevensen 1813-1913
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Festschrift zur "Hundertjahrfeier" 1913
Kurze Erläuterung des historischen Festzuges
(Verfaßt von Karl Meyer-Jelmstorf und C. Petersen-Bruchtorf, 1913)
Die Zeit, in der ein mächtiger Wille des Fremdherrn Bande sprengte, wird wieder lebendig vor unseren Augen.
Dankbaren Herzens gedenken wir der großen Männer und ihrer völkerbefreienden Tat. Das stolze Deutsche Reich in Trümmern.
Wer hätte es je gedacht! Eine glorreiche tausendjährige Geschichte schien für dauernden Bestand der Nation zu bürgen.
Jahrhunderte hindurch hatte sich die alte deutsche Treue, die Siegfriedskraft, der deutsche Fleiß, die deutsche Redlichkeit, kurz echtes deutsches Wesen erhalten und bewährt. Da kam die Zeit, in der das deutsche Volk auf den gehäuften Lorbeeren ein bequemes Ruhebett suchte und fand.
Der Stern des Volkes sank gar schnell.
Entrechtet und geknechtet, gepeitscht und zertreten beugte man sich dem korsischen Eroberer, bis dann nach 7 Jahren das alte Germanenblut aufwallte. Die edelsten Männer und Frauen standen an der Spitze der gewaltigen Erhebung von anno 13. Sie lehrten das Volk sich auf sich selbst besinnen, klarer sehen, freier denken.
Mit Wort und Schrift wühlten sie die Seelen auf, Gefühl wuchs aus zur Leidenschaft. Es konnte nimmer fehlen, sie drangen durch mit Mut und Kraft zum Ziel.
Auf neuer Grundlage erstand das alte Reich in neuem Glanze. Die Männer der Freiheitskriege hatten den Weg gewiesen, den man beschreiten muß, um im Staatenkreis der Welt den Platz an der Sonne zu erreichen.
Eine durchgreifende Friedensarbeit setzte ein und führte das Volk von Stufe zu Stufe hinauf zur Höhe.
Ein Jena wird uns nicht wieder beschert werden. Wir beherzigen die Mahnung, die da scharf und schneidend spricht:
"Weh' einem Volk, das schläft!"
Und wenn der Wächterruf vor 100 Jahren gellend klang:
"Mein deutsches Volk erwach, erwach!"
so tönt's uns heute in tiefster Seele nach:
"O bleibe wach, mein deutsches Volk!"
Diese Gedanken sind dem Festzuge zu Grunde gelegt.
Die Vertreter der deutschen Waffengattungen
vor dem Gasthaus "Hoheluft".
Bahn-Festwagen
Die russischen Verbündeten
mit General Tettenborn, Leibwache und Adjutant im Krummen Arm (Höhe Berufsschule).
Der Festwagen "Das Märchen",
wie ihn C. Petersen aus Bruchtorf für die Festschrift zeichnete ...
... und "Das Märchen"
während des Festumzuges.
Der "Hort des Friedens"
in der Festschrift ...
... und als Wagen des Festumzuges.
"Frisch auf mein Volk"
"Der Friede"
"Der Tod der Eleonore Prochaska"
"Barbarossa"
"Deutschlands Niedergang"
"Hannovers Teilnahme am Kriege 1813"
"Konvention von Tauroggen"
"Eleonore Prochaska"
hieß das Schauspiel, welches aus Anlaß der "Hundertjahrfeier" in der Turnhalle der Volksschule am 22.06.1913 aufgeführt wurde.
Gruppenfoto der Theatergruppe im
im Schulhof der Volksschule Bevensen in der Lindenstraße. Alle Akteure an diesem Schauspiel waren Laiendarsteller.
Buchtipp zum Thema
"Hundertjahrfeier 1813-1913 des ehemaligen Amts Medingen zu Bevensen - Juni 1913". Erschienen in der Schriftenreihe des Stadtarchivs, Heft 25, Verfasser: Heinrich Bergel. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an den Verein.
Hier können Sie sich den Presseartikel aus dem BLICKPUNKT Bad Bevensen "Ein logistischer Kraftakt - Die Hundertjahrfeier 1913" [559 KB]
kostenlos herunterladen.
Fotos: Nachlaß H.W. Klippe
