Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen - Historisches
In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen entsteht auf dieser Seite ein Überblick über die Geschichte der Bevenser Wehr.
Von den Anfängen bis heute
Im Flecken Bevensen kannte man zunächst nur die Pflichtfeuerwehr, zu der bei einem Brand alle Einwohner aufgerufen wurden. Sie verfügte erst im Jahre 1799 über eine eigene Landspritze. Die Löscharbeiten gestalteten sich in alter Zeit oft sehr schwierig. Bis die Spritze mit Pferden herbeigeschafft war, verging kostbare Zeit. Durch die strohgedeckten Häuser in den engen Straßen waren die Nachbarhäuser immer in größter Gefahr. Das Wasser musste meistens in einer Eimerkette von Hand zu hand aus der Ilmenau oder einem Brunnen herangeschafft werden.
Wen wundert es, wenn nach dem großen Brand im Jahre 1811 der Ruf laut wurde, eine aktive Freiwillige Feuerwehr zu haben. In Bevensen waren es die Mitglieder des auch auf anderen Gebieten nach Reformen drängenden Turnvereins, welche sich für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr einsetzten. In erster Linie war es sein Sprecher Aktuar August Herbst aus Medingen, der spätere Bürgermeister des Fleckens.
Die Freiwillige Feuerwehr 1886
Übung der Freiwilligen Feuerwehr
am Haus des Brauers Gade (heute Wieter/Stegen, Ecke Kirchenstraße/Lüneburger Straße) am 20.08.1889 anläßlich des 20jährigen Stiftungsfestes. Am gleichen Tage wurde das neu erbaute Gerätehaus Ecke Medinger Straße/Lüneburger Straße seiner Bestimmung übergeben.
Im Jahre 1866 wurde beschlossen, aus Mitgliedern des Turnvereins eine Freiwillige Feuerwehr zu bilden, doch konnte die eigentliche Gründung erst am 24. Juli 1869 zur Zeit des Bürgermeisters Maximilian Adam Schnelle verwirklicht werden.
Seit 1870 wurden alle vorhandenen Feuerlöschgeräte von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen, die auf verpflichtet war, bei Bränden nach außerhalb 4 Mann und 4 Ersatzleute abzustellen. Ihre Helme beschafften sich die Feuerwehrleute noch selbst, denn die Fleckenskasse war meist leer. Dennoch war es möglich, am 20. August 1889 aus Anlaß des 20jährigen Stiftungsfestes ein neu erbautes Spritzenhaus mit Steigerturm an der Ecke Medinger Straße/Lüneburger Straße zu übernehmen.
Das 40jährige Stiftungsfest
der Freiwilligen Feuerwehr Bevensen vom 7. bis 8. August 1909 wurde mit dem ersten Verbands-Feuerwehr-Fest des Kreisverbandes Uelzen zusammen ausgerichtet.
Im Jahre 1949 entstand der Schlauch- und Steigerturm auf dem Rathaushof, und die Geräte fanden dort in der Viehmarkthalle Unterkunft.
Anläßlich des 100jährigen Bestehens im Jahre 1969 war es schließlich soweit, der Freiwilligen Feuerwehr nach den Plänen des Stadtbrandmeisters Wilhelm Eggers und des Städtischen Bauamtes mit einem Kostenaufwand von 395.000 DM ein neuzeitlich eingerichtetes Städtisches Feuerwehrgerätehaus zu übergeben.
Das erste TLF im Kreis Uelzen
wurde im Mai 1945 von einem leitenden Beamten der Berliner Flughafenfeuerwehr mit seiner Familie zur Flucht vor den Russen benutzt. Die Familie kam bis Medingen und die Bevenser Wehr setzte fortan das Fahrzeug für sich ein.
| Download: "Segensreiche Einrichtung - die Freiwillige Feuerwehr zu Bevensen" Blickpunkt 10/2006) [361 KB] |
Fotos: Mattthias Wedel, Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen
