Heliand-Kreuz

Karl der Große, König der Franken, hatte um 800 in drei blutigen Kriegen den letzten noch heidnischen Germanenstamm, die Sachsen, bezwungen und ihm den christlichen Glauben aufgezwungen. Von den inneren Werten des neuen Glaubens konnten sie auf diese Weise nicht überzeugt werden.

 

Das Heliandkreuz an der Ilmenau.

Karls Nachfolger, Ludwig der Fromme, wollte dem abhelfen und befahl einem ihrer Stammesgenossen, eine Bibeldichtung zu schaffen, die breiten Volkskreisen die neue Lehre in altsächsischer, germanischer Dichtersprache einprägsam näherbringen sollte.

 

Es war ein unbekannter sächsischer Klostergeistlicher, der im Geiste seines Volkes und seiner Ideale ihm die Evangeliendichtung schenkte, um ihm Jesus, den Heiland, altsächsischen HELIAND, als Führer zu Gott nahezubringen.

 

Pastor Ulrich Bahrs hat 1930, dem 1.100. Jahrestag der Christianisierung unserer Heimat das Eichenkreuz an dieser markanten Ilmenauschleife als Denkmal errichten lassen.

Das Kreuz trägt die Inschrift:
IN HELIANDS HEEREN - DIR HÖCHSTER MEHREN - DEIN HEILIGES REICH

 

Die Jahreszahlen am Kreuz zum Gedenken

an den 1.100. Jahrestag der Christianisierung.

Die Schnitzereinen des am 21.09.2007

neu aufgestellten Heliandkreuzes stammen von Holzbildhauermeister Georg Schorr (Bad Bevensen).

Feierliche Einweihung des neuen Heliandkreuzes

am 21.09.2007 durch Samtgemeindebürgermeister Knut Markuszewski, Bürgermeister Uwe Silbermann (Emmendorf) und Bürgermeister Bruno Losiak (Bad Bevensen).

Ansprache durch Pastor Hermann Georg Meyer.

Das alte Heliandkreuz (bis 2006)

Fotos: Andreas Springer